Die entscheidende Komponente eines Fahrwerks ist der Rahmen. Als Grundgerüst hat er entscheidenden Einfluß auf die Fahrstabilität. Der Rahmen muß verschiedene Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Als Träger von Motor und Federelementen wie Telegabel und Schwinge/Federbein(e) bildet der Rahmen einerseits das Rückrat. Außerdem bietet er Befestigungsmöglichkeiten für nicht fahrwerksrelevante Aufbauteile wie Tank, Sitzbank oder Verkleidung.
Es gibt unterschiedliche Materialien für Rahmen. Neben Stahl- werden zunehmend auch Leichtmetalllegierungen eingesetzt. Die jeweils verwendeten Rohre haben runde, ovale oder kastenförmige, rechteckige Profile. Heutzutage kommen bei Einzylinder - Enduros und -Funbikes Rahmen zum Einsatz, deren Hauptrohr sich oben hinter dem Motor und vorn unter dem Aggregat in zwei Züge teilt.
Stabiler ist ein Doppelschleifenrahmen aus Stahlrohr, bei diesem Rahmen schlagen die Rohre quasi eine doppelte Schleife um den Motor.
Moderne Ramenkonstruktionen hingegen setzen auf stabile Kastenprofile aus Leichtmetall, die zu einem Brückenrahmen mit dem Motor als integriertem Element verschweißt sind.
Eine technische Besonderheit ist der Backbone - Rahmen (Zentralrohrrahmen) von Honda. Ein stabiles Rechteckrohr aus Stahl bildet hier das Rückrat und umschließt den Motor oben und hinten. Geschraubte Haltebleche nehmen den Motor vorn auf, am Hinterteil ist das Aggregat oberhalb der Schwingenlagerung am Vierkantprofil befestigt.